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Pferdefutter ABC

Von A wie Apfel bis Z wie Zink 

Hier finden Sie einen kleinen Wegweiser durch den Pferdefutter-Dschungel! Wiederkommen lohnt sich, denn das Futter-ABC wird regelmäßig erweitert und aktualisiert. Vermissen Sie einen Begriff? Dann mailen Sie uns an info@diefutterkammer.de!

 

A

    

 Apfel

Äpfel werden häufig gegen Verdauungsstörungen bei Pferden eingesetzt, da diese Frucht eine stuhlverfestigende Wirkung besitz. Aber auch als gesunde Belohnung verfüttern Pferdebesitzer den schmackhaften "Pyrus Malus" gerne.

 Anis

Die Gewürz- und Heilpflanze Anis hat einen süßlich, aromatischen Geschmack und beinhaltet zwischen 1,5% und 5% ätherisches Öl. Diese  die Funktion der Atemwege und hat eine appetitanregende Wirkung. Des Weiteren kann Anis auch die Ausschüttung von Verdauungsenzymen aus der Bauchspeicheldrüse unterstützen und so die Verdauung fördern.

B

    

 Beta-Carotin

Dieses fettlösliche Provitamin ist eine Vorstufe für das Vitamin A. So legen Untersuchungen nahe, dass Pferde 1 mg Beta-Carotin in 400 I.E. Vitamin A umwandeln. Eine Unterversorgung kann zu Fruchtbarkeitsstörungen wie geringerer Befruchtungserfolg, Frühaborte und verzögertem Follikelsprung führen.  Des Weiteren wird dem Provitamin eine antioxidative Wirkung zugesprochen.  Somit wirkt Beta-Carotin gegen schädliche Sauerstoffradikale und verzögert das Altern. 

 Biotin 
 (Vitamin H)

Biotin ist am Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel beteiligt und unterstützt die Bildung des Hufhorns. Mangelerscheinungen äußern sich in Haut- und Haarveränderungen, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Erschöpfung und Fruchtbarkeitsstörungen. 

C

    

 Calcium

Das im Pferdekörper enthaltene Calcium befindet sich fast ausschließlich im Skelett. Dieses Mengenelement ist besonders wichtig für die Stabilität und einwandfreie Funktion der Knochen. Des Weiteren beeinflusst Calcium auch die Blutgerinnung und den Stoffwechsel in der Muskulatur. Ein Defizit kann vor allem durch akute Stresssituationen oder während der Laktation auftreten und äußert sich u.a. in Unruhe.   

E

         

 Eisen

Eisen ist ein Spurenelement, dass für die Bildung des Blutfarbstoffs (zuständig für den Sauerstofftransport im Blut) gebraucht wird. Ähnlich wie beim Menschen kann ein Defizit zu einem Abfallen von Leistung und Infektionsanfälligkeit führen. Besonders fühlen sollten im Wachstum immer ausreichend mit Eisen versorgt werden und auch Pferde im Training und in der Turniersaison haben durch starkes und häufiges Schwitzen einen erhöhten Eisenbedarf.

F

  

 Fenchel

Fenchel gehört zu der Familie der Doldenblütler und hat einen würzig-aromatischen Geschmack. Das enthaltene ätherische Öl wird in vielen Futtermischungen eingesetzt und wirkt beruhigend und sekretionsanregend auf das Pferd.

 Futterwechsel

Plötzliche Futterwechsel sollten vermieden werden, um die Verdauung und Verträglichkeit zu gewährleisten. Durch das schrittweise Beimischen des neuen Futter zum alten Futtermittel innerhalb von 4-5 Tagen kann eine schonende Umgewöhnung erreicht werden. Vor allem die Umstellung von Krippenfutter auf Grünfutter (Weidegang) kann Probleme bergen.

H

        

 Hafer

Diese Getreidesorte wird sehr häufig zur Pferdefütterung genutzt. Der hohe Spelzenanteil des Hafers und aufgrund seiner Größe kann dieser Rohstoff von den Pferden gut gekaut und verdaut werden. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren und Schleimstoffe haben positive Effekte auf den Organismus des Pferdes. 

 Heu

Heu entsteht durch die Trocknung von Grünfutter. Dabei wird u.a. zwischen Wiesen-, Klee- und Luzerneheu unterschieden. Besonders wichtig ist die trockene Lagerung von Heu, damit das Rohfutter nicht schimmelig und muffig wird. Die Akzeptanz der verschiedenen Heusorten hängt größtenteils von dem Trocknungsgrad ab. Dabei gilt allgemein: je trockener, desto höher die Akzeptanz.

J

   

 Jod

 Der Jodbedarf von Pferden, ist in der Regel über die tägliche Futteraufnahme gedeckt. Tragende und laktierende Stuten sowie Rennpferde benötigen zusätzliches Jod. Ein Defizit äußert sich in Lustlosigkeit der Pferde, verzögertem Fellwechsel, Müdigkeit und Leistungstiefs. Das Angebot von Lecksteinen zur freien Aufnahme kann hier schnell und einfach Abhilfe schaffen. 

K

 

 Knoblauch

 Der scharf schmeckende Knoblauch beinhaltet den Wirkstoff Allicin, der antibiotische Eigenschaften besitzt. Die Gewürz- und Heilpflanze wirkt antibakteriell und antioxidative und hat fördert die Verdauung.

Kupfer

Das chemische Element fördert die Hämoglobinsynthese und trägt zur Festigung von Gelenken und Knorpeln bei. Auch beeinflusst es die Pigmentierung und Haarkleidstruktur. Eine Unterversorgung kann besonders bei Fohlen auftreten und kann u.a. zu Anämie, Knochenbrüchigkeit und Skelettverformungen führen.

L

   

 Laktation

Laktation beschreibt die Milchabgabe von Säugetieren, sowie die Produktion von Muttermilch.  Bei Pferden wird damit der Zeitraum beschrieben, in der eine Mutterstute Milch gibt. In dieser Zeit benötigt die Stute besonders hochwertiges Futter, mit erhöhter Energie, Eiweiß, Mineralien und Vitaminen.  

 Leckstein

Leckstein  werden dem Pferd zur freien Aufnahme angeboten und sollen die Versorgung des Tiers mit Salz und teilweise auch Mineralstoffen und Vitaminen sichern.  

 Leistungsfutter

Leistungsfutter besteht aus hochwertigen Komponenten und ermöglicht den Pferden durch seine Zusammensetzung eine dauerhaft gute Leistung.  

 Luzerne

Luzerne ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte. Die Pflanze wird häufig als Silage oder Grünmehl geerntet und als eiweißreiches Grundfutter eingesetzt. Diese Pflanze enthält alle essentiellen Aminosäuren und ist u.a. besonders reich an Provitamin A , B1, B2-Komplex, B3, B5, B6, C, D, E, H, K  und Mineralstoffen. Besonders eignet sich diese Futter für hochträchtige und laktierende Stuten und  Fohlen.

 Lysin

Lysin gehört in die Gruppe der basischen, essentiellen Aminosäuren und ist ein Grundbaustein des Proteins. Da Lysin nicht im Organismus selbst hergestellt werden kann, muss es mit dem Futter aufgenommen werden. Die Aminosäure unterstützt denZellwachstum und die Gewebereparatur und spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Enzymen, Hormonen und Antikörpern.

M

   

 Magnesium

Dieses Mengenelement beeinflusst die Funtkion von vielen Enzymen im Muskel- und auch Nervengewebe. Normalerweise ist der Magnesiumbedarf eines Pferdes durch die tägliche Futterration gedeckt. Bei aktierenden Stuten, Pferden im Training und Tieren auf unergiebigen Weiden kann es jedoch zu Mangelerscheinungen kommen, die sich in Nervosität und Muskelzittern äußern können.  

 Mangan

Mangan leistet einen wichtigen Beitrag für das ausgewogene Immun-, Nerven-, und Reproduktionssystem und trägt zu einem geregelten Knochenwachstum bei. Bei Manganmangel kann es daher zu schweren Folgen, wie Fruchtbarkeitsstörungen, Sterilität und Wachstumsstörungen beim Fohlen kommen.

 Melasse

Melasse ist ein dunkelbrauner Zuckersirup, der als Nebenerzeugnis in der Zuckerproduktion anfällt. Melasse enthält etwa 50% Zucker, der nicht mehr kristallisiert werden kann. Neben einem hohen Zuckergehalt, der in vielen Futtern zur Erhöhung der Akzeptanz eingesetzt wird, enthält die Melasse auch Vitamine und Mineralstoffe.  

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige Nährstoffe (u.a. Calcium, Magnesium, Phosphor, Chlor, Eisen, Jod, Kalium und Natrium), die Organismus nicht selbst herstellen kann. Mineralstoffe müssen daher mit dem Futter von Außen zugeführt werden.  

 Mischfutter

Wie der Name schon sagt, sind Mischfuttermittel eine Mischung aus mindestens zwei Einzelfuttermitteln. Dabei können auch Zusatzstoffe beigemischt werden.  

N

   

 Nelken

Nelken stammen aus der Familie der Myrthengewächse und zeichnen sich durch ihren schwach bitteren Geschmack aus. Den enthaltenen Gerb- und Bitterstoffen und dem ätherischen Öl verdankt die Nelke seine keim- und durchfallhemmende aber auch verdauungsfördernde Wirkung. 

O

  

 Oregano

Das aus der italienischen Küche bekannte, aromatische Gewürz findet auch in der Pferde- und Haustierfütterung Anwendung. Durch das enthaltene Thymol, Carvacrol und ätherische Öl wirkt Oregano antibakteriell, appetitanregend, antioxidativ und sekretionsanregend. Ein wahrer Allrounder!  

P

  

 Pellets

Gemischtes Futter wird im letzten Arbeitsgang mit Hilfe von Matritzen zu kleinen, festen Pellets gepresst, die es in verschiedenen Größen gibt. Je größer die Pellets sind, desto mehr regen Sie die Kautätigkeit des Pferdes und die Einspeichelung des Futters an.

R

  

 Rosmarin

 Der immergrüne "ros marinus" (zu deutsch: Tau des Meeres) hat einen herb-würzigen und bitter-aromatischen Geschmack, der leicht an Eukalyptus erinnert. Rosmarin enthält neben Gerb- und Bitterstoffen auch ätherisches Öl. Die Wirkungsweise ist appetitanregende, antioxidativ und antiseptisch. Auch auf Nerven und Kreislauf soll Rosmarin sich positiv auswirken.   

S

     

 Selen

Wird oft zusammen mit Vitamin E verabreicht, da es die Funktion des Vitamins wesentlich unterstützt. Ein Selenmangel kann zu Herz- und Skelettschäden bei Fohlen oder Fruchtbarkeitsschäden bei ausgewachsenen Tieren führen.

 Schwarzhafer

Schwarzhafer hat eine besonders feine Spelze und weist einen erhöhten Eiweißgehalt sowie geringere Fettgehalte gegenüber Weiß- und Gelbhafer aus.

 Schwarzkümmel
 (Nigella Sativa)

Hauptbestandteile der schwarzen Samen sind 21% Eiweiß und 35% fettes Öl. Vor allem das Schwarzkümmelöl (äußerlich anwendbar) kann Pferden bei Beschwerden wie Satteldruck,  wunden Stellen, Hufentzündungen und Geschwülsten Besserung verschaffen. Die schwarzen Körner können unter die Futterration gemischt werden, um so Atemwegserkrankungen, Allergien und Ekzemen zu lindern und das Immunsystem zu stabilisieren.

T

      

 Thymian

Thymian ist ein Heil- und Gewürzpflanze mit aromatischem und scharfem Geschmack. Das enthaltene Thymol und Carvacrol wirkt sich antibakteriell und desinfizierend auf Tier und Mensch aus.

V

       

 Verdaulichkeit

Die Verdaulichkeit meint den Teil des Futters, der nicht mit dem Kot ausgeschieden wird. Dieser verdauliche Anteil des Futters entspricht ungefähr der Menge des Futters, dass auf dem Weg durch den Verdauungstrakt durch die Darmwände in den Pferdekörper gelangt. Die auf den Futtermitteldeklarationen häufig angegebene verdauliche Energie errechnet sich aus der Addition der Verdaulichkeit der organischen Bestandteile aller Inhaltsstoffe. Dabei gilt als Faustregel, je höher der Rohfasergehalt, desto geringer die Verdaulichkeit.

 Vitamin E

 Vitamin E sollte dem Pferde in Phasen hoher Belastung (Trainings- und Wettkampfszeit, Trächtigkeit und Laktation) verabreicht werden, um die Balance des Vitaminhaushaltes zu gewährleisten und Mangelerscheinungen vorzugreifen. Diese können sich in degenerativen Veränderungen der Herz- und Skelettmuskulatur, Steifheit und Lahmheit äußern. 

XYZ

      

 Zink

Zink spielt eine sehr wichtige Rolle im Stoffwechsel des Pferdes. Ein Mangel kann sich deshalb durch zahlreiche Symptome bemerkbar machen. Jungtiere zeigen bei einer Unterversorgung Appetitlosigkeit und gehemmtes Wachstum während alle Altersgruppen unter Haut-, Haar- und Hufprobleme  sowie Fruchtbarkeitsstörungen leiden können.